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Die existenzanalytische Begleitung als Hilfe zum Erspüren der eigenen Verantwortung für das Leben danach
Der Vortrag wurde beim 1. Weltkongreß für Psychotherapie, Wien 1996, gehalten und auf Video aufgezeichnet:
vcr, Kielstraße 10, D-44145 Dortmund, Fax +49/231/81 33 71 - Best.Nr. VT 519
Wenn wir der Frage nachgehen "Wer trägt die Verantwortung, daß einem Kind in welcher Form auch immer Gewalt angetan wurde?", finden sich neben der wichtigsten Antwort, nämlich der individuellen Schuld des Täters bzw. der Täterin noch gesellschaftlich-strukturelle Antworten.
Es ist klar, daß der Täter eine Antwort ohne An-Frage des Opfers gegeben hat und so die Verantwortung für Seinerzeit trägt. Das Opfer trägt nicht die Verantwortung für Damals, jedoch die Folgen der Tat; für jenes Vergehen, das ohne Einbeziehung seiner bzw. ihrer Person, seiner bzw. ihrer Würde vollzogen worden ist. Das Opfer war nicht Subjekt sondern Objekt. Darunter leiden viele Opfer, die diese Erfahrung, die seinerzeit oft überwältigend in seiner Bedrohung war, in die Gegenwart mitgenommen haben. Hier gilt gewissermaßen als oberstes Ziel dem Menschen, der Opfer geworden ist, zu vermitteln: Daran, was war, tragen Sie keine Schuld. Heute können Sie schuldig werden.
Nicht einem Täter, sondern Ihnen und Ihren Nächsten gegenüber können Sie schuldig werden, in dem Sie sich um eine Antwort drücken, in dem Sie jetzt keine Verantwortung übernehmen.
Wie kann das Opfer sich diesen Fragen öffnen und so sich eine persönliche Antwort geben und somit zu einer freien und verantworteten Existenz gelangen? Diesen Fragen versuche ich in Form von folgenden Therapie-Schritten zu antworten.
In meiner Arbeit sind in angelehnter Form die Traumaarbeit von Judith Lewis Herman und die Personale Existenzanalyse Alfried Längles integriert.
„Wie geht es Ihnen?"
Bei der "Begrüßung" klären sich zumindest teilweise die Fragen: Warum kommt dieser Mensch? Was belastet ihn? Kennt er einen biographischen Zusammenhang? Was ist? - Was sind die Phänomene heute, eventuell worunter litt er gestern?
Die exakten Schritte des Therapievertrages, der Information, der äußeren wie inneren Sicherheit sind deswegen bei Opfern von Gewalt besonders vonnöten, da nicht automatisch mit der biographischen Arbeit begonnen werden soll, da nicht jedes Opfer die Belastung a) der erlebten Gewalt und b) der Therapie gleich verkraften kann. Was nützt mir die Auseinandersetzung mit meiner Biographie, wenn ich das Heute nicht ertrage, ich heute die Welt und damit mich heute in dieser Welt nicht aushalten kann!? Und es gibt keinen Automatismus, der besagt: Mit dem Schritt in die Psychotherapie bin ich plötzlich so frei, daß ich das Jetzt ertrage und so die Bürde der biographischen Arbeit auf mich nehmen kann. Außerdem ist der genaue Therapie-Vertrag notwendig, daß die Person ahnen kann: Hier gibt es Klarheit. Kein "Kann sein oder ist doch anders, Pech gehabt".
Besonders folgende Themen sind klar zu vereinbaren: Honorar - Zeit-Einteilung - Grenzen erklären: Wofür kann ich da sein? (nicht: "Sie können mich immer anrufen.") Grenzen setzen bedeutet im Geschehen der Beziehung auch Raum geben, heißt auch: Vertrauen und Verantwortung. Ich traue Ihnen zu, daß Sie mit Ihrem Raum umgehen lernen. Wenn ich diesen Raum mit meiner überdimensionalen Fürsorge belege, so wird das Opfer um seinen Frei-Raum, der nach verantworteter Entscheidung ringt, betrogen. Um diesen Raum wurde das Opfer bereits seinerzeit betrogen. Wir müssen das nicht wiederholen.
Information über mögliche posttraumatische Reaktionen: z.B. Ambivalenz, Schuldgefühle, Wahrnehmungsstörungen, Isolation etc. - Erklärung, daß Hilfe suchen nicht ein Zeichen von Schwäche, sondern mutig ist. Diese Information soll dem Opfer vermitteln, daß es nicht alleine unter den Folgen von Gewalt leidet, daß die Symptome nicht seine bzw. ihre Schuld sind und es dafür eine "Behandlungsmethode" gibt. Das Verstehen und Sorgen der Psychotherapeutin bzw. des Psychotherapeuten vermittelt heilsame Solidarität, kann ein Stück Geborgenheit vermitteln und somit ein Stück Leben und ein Stück Gemeinschaft erleben lassen.
Findet die sexuelle Gewalt noch statt? Lebt das Opfer noch mit dem Täter oder der Täterin zusammen? Will das Opfer jetzt Hilfe? Ist durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Täter/die Täterin in eine eigenständige Therapie zu führen? Hier ist darauf zu achten, daß das Opfer - je nach Alter - die Entscheidung hat, ob es z.B. Hilfe bezüglich eines Wohnungswechsels will etc.
Vorbemerkung zu den beiden nächsten Therapieschritten „Äußere und innere Sicherheit erlangen"
Das Widmen, dem Raum und Zeit geben dieser beiden folgenden Schritte bedeutet das "Trotzdem Ja zum Leben sagen" im Opfer anzusprechen. Dieses "Trotzdem" erleben verschiedene Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind: Opfer von Konzentrationslagern wie Opfer von sexueller Gewalt. So erklärte mir z.B. ein Mann, der als Junge Opfer u.a. von sexueller Gewalt geworden ist, seine seinerzeitige Stellungnahme: "Solange ich noch einmal lachen kann, hat mein Leben einen Sinn." Auch Viktor Frankl erzählt in seinem Buch "Trotzdem Ja zum Leben sagen" von seiner grausamen, bedrohten Zeit im Konzentrationslager. Selbst in diesen äußerst eingeengten Möglichkeiten war -auch- Hoffnung, Stärke und Stellungnahme, war schließlich Leben möglich.
Es wäre fatal, wenn wir automatisch dem Opfer sofort die "Aufarbeitung der Biographie" zumuten würden - ohne zu klären: Was braucht sie oder er jetzt? Ist er oder sie jetzt dazu fähig? Braucht er oder sie jetzt ein Stück Sicherheit? Auch Alfried Längle schreibt bei der Vorstellung seiner "Personalen Existenzanalyse", in der es um die biographische Integration geht: "Eine relative Kontraindikation stellen massiv Angst auslösende Inhalte dar, bei denen zuerst eine Persönlichkeitsstärkung einsetzen muß." Es gibt für niemanden und für nichts -die- Sicherheit in ihrer absoluten Form, auch wenn wir alle in einzelnen Situationen uns dies ersehnen oder wenn gewisse Menschen versuchen ihr Leben-Können auf eine absolute Sicherheit aufbauen möchten und folglich daran scheitern.
Ich stelle diese beiden Therapie-Schritte unter das Motto: 1. Ich brauche Sicherheit. 2. Es gibt "nur" eine relative Sicherheit. 3. Und diese will ich auch haben.
So gilt es besonders in diesen beiden Phasen jene Sicherheit zu erlangen, die realistisch ist und die ich brauche um z.B. essen zu können und auch jenen Therapie-Teil zu verkraften, in dem ich mich mit meiner Unsicherheit in meinem biographischen Erleben und in meiner Einstellung dazu auseinandersetze.
Ziel ist das Ausschalten von bedrohenden Faktoren bzw. das Einlassen von Ressourcen der Umwelt
Fragen (sehr individuell): Zu wem können Sie gehen, wenn Ihnen alles auf den Kopf fällt? Wer kann Ihnen zuhören? Wem können Sie am ehesten vertrauen? Haben Sie in Ihrer Umwelt Personen, die Sie bei zu großer Enge bzw. Isolation ansprechen können? Ist Ihre berufliche bzw. finanzielle Lage geklärt oder droht von hier Gefahr? Ist Ihr Zuhause geeignet um die Belastungen auszuhalten? Müssen Vorkehrungen getroffen werden, daß der/die jetzige Lebenspartner/in die Situation aushalten wird (z.B. begleitende Einzelberatung) Ich muß gemeinsam mit dem Opfer am Beginn verschiedene Umstände einschätzen. Dies ist von Bedeutung, da die Zeit der Aufarbeitung des Traumas eine sehr fordernde ist. Bei diesem Schritt vermittelt sich das Opfer auch selbst: Ich kann für mich sorgen. Ich bin nicht ganz ausgeliefert. Auf das richtige Verhältnis zwischen Vertrauen und Selbstschutz muß wert gelegt werden.
Ziel ist das Erreichen jener Kompetenz, die es dem Opfer erlaubt -trotzdem- sich in dieser Welt - trotzdem - in Beziehung zu setzen.
Fragen (sehr individuell), z.B.: Was ist Ihnen möglich - trotz Ihrer Angst - zu tun? Können Sie in Ihrem Zustand dem Körper große Belastungen zumuten? Müssen Sie auf mehr Schlaf, regelmäßige Ernährung achten? Wie gehen Sie z.B. mit Angst um?
Hier ist es manchmal sinnvoll das Erlernen von Entspannungstechniken, Existentiellem Bilderleben o.ä zu üben. Bereits hier kann das Opfer durch das Übernehmen von Verantwortung (sei es für den eigenen Schlaf, sei es für das eigene Kind) ein Stück Kontrolle wiedererlangen, was ein Stück Sicherheit in diesem Chaos bedeutet.
In den folgenden Schritten darf die "Sicherheit" des Opfers nicht (offensichtlich) gefährdet werden. Auch hier ist der Mittelweg zwischen hemmender Überängstlichkeit und fahrlässiger Überforderung zu beschreiten. Hemmende Überängstlichkeit würde meist Stagnation bewirken, fahrlässige Überforderung würde zu einer unvorbereiteten Wiederholung des Traumas führen. Neben der Erfahrung und Einschätzung der Fachkraft muß auch immer wieder mit dem Opfer geklärt werden: Ist es gut so? Können Sie es aushalten? Was brauchen Sie um weitergehen zu können? So kommen wir immer wieder mit der bzw. dem Betroffenen gemeinsam zu einer Entscheidung. So wird auch die Therapie ein Erlebnis von Gemeinsamkeit -und- eine Erfahrung von Eigenständigkeit. Ich werde gefragt - muß mir eine Antwort abringen und übernehme somit Verantwortung, in dem ich Stellung beziehe und somit für etwas einstehe.
In diesen Phasen sollten keine weiteren, geplanten größeren Belastungen stattfinden, da die Aufarbeitung eine sehr harte Arbeit ist, die viel Kraft erfordert. Sollte eine große Belastung in Aussicht stehen, so muß gemeinsam mit dem bzw. der Betroffenen die weitere Vorgangsweise geklärt werden, wie z.B. ein den Umständen entsprechender langsamerer Einstieg. Dies bedeutet eben, daß ich in der Therapie auf das achte, was jetzt ist und so übernehme auch ich als TherapeutIn Verantwortung.
2.2.1. Erschließen bzw. Zusammenfassung des biographisch relevanten Inhaltes
„Was war?"
Ziel ist die fehlenden Information der Umstände von seinerzeit zu erhalten.
Fragen: Was war? Was ist? Wer? Was? Wo? Warum? Wien? Wann? Wie lange? Um was geht es (Thema)? Was wollen Sie sagen?
Ziel ist in diesem Schritt Raum für die überwältigenden seinerzeitigen Gefühle zu geben und damit Raum zum Heben für die seinerzeitige Stellungnahme zu finden.
Fragen: Wie ist das für Sie? Was empfinden Sie dabei? Wie geht es Ihnen damit? Was stört Sie daran? Was rochen Sie? Was tasteten Sie? Was fühlten Sie? Was sahen Sie?
Dem Opfer das Erlittene erzählen zu lassen bedeutet diesem Eindruck Ausdruck verleihen zu können. Bleiben wir jedoch beim reinen Erzählen hängen, so kann sich schnell die gleiche Ohnmacht, die gleiche Lähmung wie seinerzeit einstellen und somit das wiederholte Erleben: "Ich bin ohnmächtig."
Der Übergang von den Informationen auf das enthaltene Wesen ihrer Aussage "Was ist das, was daran stört?" ist wichtig. Die Gewalterfahrung beinhaltet ja nicht nur den körperlichen Übergriff als solchen, sondern bedeutet ja auch die Mitteilung: "Ich sehe Dich nicht. Ich brauche Dich nicht zu sehen, ich kann machen mit Dir, was ich will." Und wenn dieses Kind nicht die gegenteilige Erfahrung in ihrer Existenz erleben darf, was da heißt: "Ich bin - trotzdem - wichtig, ich werde gesehen, ich darf hier sein!", bleibt dieses schwere Gewitter um so nachhaltiger hängen.
Längle schreibt: "Das Wesentliche der Fakten für den Menschen ist die Wirkung, die sie auf die Person ausüben. Anders gesagt: wesentlich ist ihr Aussagegehalt, den sie für den Betroffenen haben. Um zum Wesen vorzustoßen, müssen die Fakten zurückgelassen und auf ihre Tiefe hin durchschaut werden." (Konzept der PEA, S. 20)
Da die sexuelle Gewalt eine existentielle Überforderung war, ist dieses Heben der seinerzeitigen Emotionalität langwierig, da diese durch Vorgesetztes (Täter: Du bist schuld! Du willst es ja." und durch Interpretationen und folglich Ungelebtem ("Ich wollte nicht schwul sein, aber ich bin es eben durch das Erlebte!") schwer verhangen ist.
Ziel: Heben der seinerzeitigen Stellungnahme - ev. Nachholung von Stellungnahme
Fragen: Wie wirkt das auf Sie? Was gibt er oder sie Ihnen damit zu verstehen? Wissen Sie, warum es Sie so bewegt?
Damit dieser Schritt gelebt werden kann, muß in der Psychotherapie Beziehung und Vertrauen sein, muß es einen Raum geben, der dies zuläßt. Das Kind erfuhr die Bedrohung seiner eigenen und eventuell anderer Personen. In einer Art und Weise wurde es "gefügig gemacht". Die Trauer wurde nie gelebt, da z.B. die sich überlassende Angst den Raum einnahm. Die Stellungnahme des Kindes seinerzeit war z.B. "Ich weiß, daß es nicht gut ist, was der Papa tut, aber ich will nicht, daß er meiner Schwester etwas tut." So war die Stellungnahme seinerzeit, lieber sich etwas antun zu lassen als der Schwester und somit die Schwester in Schutz zu nehmen, lieber das eigene Leben bedrohen zu lassen und somit lieber das eigene Leben teilweise ungelebt zu lassen. Das Kind lebte in Angst und kindlicher Abhängigkeit. So war es eine verantwortete Stellungnahme.
Ich führe hier die Trauer als eigenes "Stadium" an, auch wenn mir klar ist, daß während der ganzen Therapie Raum für Trauer sein soll. Warum tue ich es - trotzdem? a. weil die Trauer wichtig ist, b. weil bei den Stadium der primären Emotionalität und der primären Stellungnahme besonders auf den Raum zum Ausdrücken der Trauer geachtet werden soll.
Ziel ist, daß das Opfer seine primäre Stellungnahme, die eine sehr persönliche war, mit der z.B. vom Täter und dessen Umfeld aufgesetzten Stellungnahme unterscheiden lernt. Z.B. Primäre Stellungnahme: Ich sage nichts, damit meiner Schwester nichts passiert. Uminterpretierte Stellungnahme: Ich bin eine Hure.
Ziel ist die Mobilisation der eigenen Ressourcen, die meist auch in der primären Stellungnahme zum Ausdruck kommen, zum Leben bzw. Leben-Wollen wach zu halten, auszubauen.
Fragen: Wie beurteilen Sie das? Wofür soll das gut gewesen sein? Wie sehen Sie das heute? Wären Sie heute in dieser Situation, was würden Sie, wenn Sie heute frei entscheiden könnten, tun? Wie können Sie damit umgehen?
Wie kann das Opfer heute nach den vielen Eindrücken und auf der Grundlage der seinerzeitigen Stellungnahme zu einem Antwortverhalten kommen? Längle schreibt: "Und in dieser Trauer hatte er sich erstmals selbst in Empfang genommen, sich aufgehoben in seiner Verletzlichkeit und sich geborgen..." Die existentielle Wendung ist durch das Beziehen von Stellungnahme und das Geben einer Antwort vollzogen. Dies bedeutet noch nicht die Klärung unlösbarer Probleme. Dies benötigt viel Zeit. Ist die Antwort, die ich mir gegeben habe, für mich richtig, paßt sie für mich, so tut sich mehr Leben auf. Da ich dem Leben und so mir eine Antwort gegeben habe, habe ich meine Verweigerung aufgegeben und das Tor zur ver-antworteten Freiheit ist geöffnet.
Wenn z.B. die Stellungnahme seinerzeit war: Ich lasse es über mich ergehen, damit der Papa meiner Schwester nichts antut, wie kann dann heute meine Stellungnahme sein: "Ja, damals war es gut so. Wenn ich heute in dieser Situation wäre, würde ich ihm die Gurgel umdrehen". Hier hat die Person - wenn auch nur in der Fiktion - bereits Handlungs-freiraum und somit Freiheit gewonnen, tritt die Person aus der Passivität in die Aktivität, vom Opfer-Sein zum Gestalten der eigenen Welt.
Ziel ist die Stellungnahme von Seinerzeit und die von heute in das Leben existentiell zu integrieren - dies ist in letzter Konsequenz nur im Handeln, "in der Tat" möglich. Das ist der Vollzug der existentiellen Wende, der existentiellen Stellungnahme, die ja nur ungelebt bliebe, würde sie nicht zur Tat ausreifen.
Fragen: Was möchten, was sollten Sie tun? Was möchten Sie jetzt am liebsten unternehmen? Wie können Sie ihm, wie können Sie ihr das sagen? Welche Mitteln haben Sie zur Verfügung? Können Sie das verantworten, was Sie vorhaben? Was wird er, was wird sie dazu sagen?
„Ist es gut so?"
Ziel ist das Anschauen, ob das Gemachte, das nun von mir in die Welt Gesetzte, mir so gut ist? Habe ich mich für das richtige Handeln entschieden? Sind Korrekturen notwendig?
Fragen: Haben Sie sich das so erwartet? Können Sie es so für gut empfinden? Paßt es? Wollen Sie etwas ändern? Können Sie damit so leben?
In dieser Phase kommt besonders das Bestätigen, das Korrigieren, das Begleiten und Los-lassen zu tragen. Wichtig ist auch dem Opfer zu erklären, daß sich Symptome z.B. durch neue Belastungen immer wieder einstellen können.
Die Bedeutung der Sicherheit des Opfers ist mir ein Anliegen und somit die Tatsache, daß wir einem Opfer nicht dadurch Hilfestellung geben, in dem wir den Aspekt der biographischen Arbeit alleine huldigen.
Wir kritisieren bei verschiedenen HelferInnen, daß sie einem Opfer sofort helfen, alles wieder gut machen wollen und dadurch oft mehr zerstören als geholfen werden kann. Genau dies sollen wir auch in der Psychotherapie beachten, in dem wir v.a. zwei Punkte beachten sollen: 1. Wir müssen uns genau ansehen, was wir dem Opfer, das jetzt uns gegenüber sitzt, zumuten und so verantworten können. 2. Das Opfer müssen wir immer wieder fragen: Ist es gut so? Können Sie es so aus-halten?
Autor (Urheberrecht!): B. Sommergruber
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